Übergriff auf das Fanradio

erster_test_gegen_dortmund2

 

In der Mitte im Bild Maurice Eschen, Moderator von Radio Mottekstrehle Foto: www.klein-muffi.de

Beim Spiel des SC Preußen Münster am Sonntag in Chemnitz kam es zu verbalen und körperlichen Übergriffen auf den Moderator des Fanradios „Radio Mottekstrehle“ vom Fanprojekt des SC Preußen Münster. Das Fanprojekt des SCP ist schockiert über die Vorfälle und unterstützt Maurice Eschen voll bei seinem weiteren Vorgehen.

Nachfolgend die Stellungnahme von unserem Moderator Maurice Eschen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

bevor ich zu meinen Schilderungen vom Spiel Chemnitzer FC gegen SC Preußen Münster am 09.12.2012 zu sprechen komme, möchte ich ein paar grundlegende Dinge darlegen.

„Fanradios sind nie objektiv oder neutral und leben von Emotionen!“

Bei dem oben genannten Spiel saß ich, Maurice Eschen, auf der Pressetribüne im Chemnitzer Stadion und habe für das Fanradio des SC Preußen Münster „Radio Mottekstrehle“ kommentiert. Fans der Gastgeber, die hinter mir saßen, beleidigten mich zunächst, da ich aus Sicht des SC Preußen Münster kommentiert habe und einige Entscheidungen des Schiedsrichters gegen Preußen lautstark anzweifelte. Kurz vor der Halbzeit versuchte einer dieser Fans mir mein Headset vom Kopf zu reißen, damit ich nicht weiter kommentieren konnte. Das gelang ihm aber nicht. Die Beleidigungen waren: „Du Preußen-Krüppel (ich bin im Alltag auf einen Rollstuhl angewiesen), man sollte dich vergasen, Hurensohn“. Meine Kollegin Dominique Eisermann wurde auch als „Hure“ bezeichnet.

Nach dem Ausgleich für den SC Preußen Münster sagte ich: „Der Ausgleich geht vollkommen in Ordnung“. Chemnitz spielt wie ein Absteiger, für mich ist das der erste Absteiger, wenn die so weiter machen.

Daraufhin schlug mich einer der Fans zwei Mal mit der Faust von hinten auf den Kopf. Packte mich am Kragen und würgte mich kurz.

Ich sagte ihm, dass das Körperverletzung sei. Er antwortete: „Ich habe nichts gesehen, du bist ausgerutscht“.

Ich will es bei dieser Info belassen und keine weiteren Schritte einleiten. Der Chemnitzer FC kann anhand unserer Pressekarte sehen, auf welchem Platz wir gesessen haben und wer über uns saß. Wenn der Mann eine Dauerkarte hat, kann der Verein ihn identifizieren und entsprechende Maßnahmen veranlassen.

Mit freundlichen Grüßen

Maurice Eschen

Fanprojekt Preußen Münster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.